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Die bessere von Menschen geleistete Arbeit ist unter Stress und großem persönlichen Aufwand.

William Carlos Williams

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Ohne Mitgefühl kein Gemeinsames

Bedauern schmerzt: Untersuchungen manifestieren, dass derbei das Schmerzzentrum eines Menschen erregt wird, gerade fallser Nahestehende sich plagen sieht - ein unbewusster Prozess, vermutlich nicht zu steuern. Die höchst "philanthropische" Gefühlsregung kommt nebenbei bemerkt wahrlich nicht einzig beim Menschen vor. Eine kanadische Wissenschaftlergruppe hat belegt, dass sogar Mäuse unmittelbare Formen von

Einfühlungsgabe spüren. Die Wissenschaftler injizierten einigen Tieren gestreckte Carbonsäure in den Unterleib. Die Erprobungstiere krümmten sich desto eher vor Schmerzen, falls obendrein ihre Käfigmitbewohner feststellbar litten. Das Reaktionsresultat war hingegen allein bei Tieren zu beobachten, die schon eine Zeitdauer im Container gemeinsam gelebt hatten. Leiden fremder Artgenossen generierte demgegenüber keine Effekten.

Ob sich Mitleid abschalten lässt?

Ferner bei fremden Menschen ist Mitleid sicher nicht selbstverständlich, sondern bleibt meist Zugehörigen der eigenen Horde gewidmet. Die Vergangenheit liefert etliche Beispiele, darunter die Sklavengrundeinstellung damaliger Zeiten und die grauenvolle Ausrottung der Indios durch die kastilischen Soldaten nach der Kenntniserlangung Amerikas: Die Alteingesessenen wurden einfach keineswegs als identische Personen angesehen. Wenn der Andere als zweiten Ranges oder gar als Gegner bezeichnet wird, versiegt Bedauern offenbar – das beweist nicht zuletzt die jüngere Geschichte Deutschlands auf grauenvolle Weise.

Ohne Mitgefühl kein Gemeinsames

Eine sympathielose Gesellschaftsstruktur ist längerfristig keinesfalls überlebensfähig. Die Bereitwilligkeit, Klarsicht für andere zu haben, persönliche Relationen zu knüpfen und Notlagen zu vermeiden, ist bis dato die Basis für ein unversehrtes Zusammenleben. Wer die Emotionen der anderen nicht empfindet und deren Interessen ununterbrochen übergeht, hat kurzfristig viele Feinde und ist abgeschieden. Doch wenn die Befähigung zu Anteilnahme und Einfühlungsvermögen unerlässliche Elemente des menschenwürdigen Zusammenlebens sind und eine Einstellung darstellen, wieso finden wir es dann so unangenehm, selbst Sympathie zu bewirken?

 

Das zu lieben, was man tut und gleichzeitig das Gefühl zu haben, dass es zählt, wie in aller Welt kann irgendetwas mehr Freude bereiten!

Katherine Graham

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