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Was ist MLM? - Steuerung der Distributionspolitik VI

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(fortg. von: Zeige Leistung ... und MLM Distributionspolitik)

 

Planung und Steuerung der Distributionspolitik im MLM

Wer plant und steuert sie im MLM? Vorweggenommen: Niemand! Die UnternehmensgrĂŒnder machen entweder ihre Hausaufgaben in der Berechnung des Absatzpotentials (sh. oben), oder sie tun es nicht. Wenn sie es tun, aber die an den Tag gelegte Vertriebsorganisation ‚drĂŒber legen', dann planen sie wohl insgeheim den ‚schnellen Euro' (fĂŒr sich), um dann mit den Gewinnen wieder in die Versenkung zu verschwinden - Motto: jump in - jump over - jump out!

 

Es bleiben davon diejenigen, die ihre Absatzplanungshausaufgaben nicht machen. Mein Urteil: Dilettanten oder Hazardeure! Jede IHK (chamber of commerce) legt jedem ExistenzgrĂŒnder die Ausarbeitung eines GeschĂ€ftsplans (business plan) auf. Ein Teil des Business Plans ist die mehr oder weniger detailliert ausgearbeitete Betrachtung der Marktgegebenheiten (Marktvolumen, -potential, -anteil usw.).

 

KKWs (Kernkraftwerke) haben Schalter, deren BetĂ€tigung eine Abschaltung des Betriebes bei Erreichen vorbestimmter Grenzwerte auslöst. Bei keiner mir bekannten MLM habe ich gehört oder gelesen: Wenn wir eine X-Anzahl von Downlinern erreicht haben, stoppen wir unsere Rekrutierungsarbeit. Ein Unternehmen ohne Steuerung der Distributions- und Absatzpolitik zu ‚fahren', fĂŒhrt frĂŒher oder spĂ€ter in den Graben. Dabei werden engagierte und motivierte Menschen in die MLM Maschine eingesaugt, durchgekaut, ausgelutscht und wieder ausgespuckt - die soziale Verantwortung bleibt auf der Strecke (wenn sie ĂŒberhaupt je anwesend war). Die Schöpfungskraft, der unternehhmerische Geist, das Wohlwollen, die GlaubwĂŒrdigkeit, Zeit und Geld der Menschen wird verheizt.

 

Meine Empfehlung: Stellen Sie fest, ob es sich bei dem anheuernden MLM so verhĂ€lt (Absatzpolitik, Distributionspolitik, wenig aussagekrĂ€ftige Jubelveranstaltungen usw.). Es gibt MLMs bei denen es nicht so ist. Aber wenn ja, machen Sie einen großen Bogen drum herum.

 

Fehlen die Steuerungssysteme, wie oben grob beschrieben, dann fĂŒhrt das unweigerlich dazu, dass zu viele (fĂŒr den Markt) Vertriebsmitarbeiter rekrutiert werden (ohne soziale Absicherung, ohne Festgehalt usw.). Resultate sind dabei: schlechtes Image der MLM, persönliche Verluste der Vertriebsmitarbeiter - kurzum ein betriebswirtschaftliches und soziales Versagen an allen Fronten. Betrachten Sie nicht nur eine MLM, sondern einige. Vergleichen Sie sie, ziehen Sie Ihre Schlussfolgerungen. Eine davon mag sein: Es ist nicht nur die eine oder andere schlecht, sondern dass MLM an sich(!), und grundsĂ€tzlich eine fehlerhafte Vertriebsorganisationsform.

 

(weiter zur: Kapitel 2 Organisation, Schneeballsystem, Pyramidenstruktur)

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